Dienstag, September 26, 2006

18. September 2006: Touring California, II. Death Valley

Unsere Tour: I. Yosemite, II. Death Valley, III. Las Vegas, IV. Bryce & Zion Canyon, V. Los Angeles, VI. Route #1 und Küste nordwärts nach San Francisco.

II. Death Valley - Don't get bitten by a rattle snake!
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Das Death Valley erfüllt alle Superlative (In diesem Sinn also sehr amerikanisch.) und übersteigt das eigene Vorstellungsvermögen. Es ist der trockenste, heißestes und tiefste Ort in ganz Nordamerika. Wir hatten das als gelehrige Touristen natürlich gelesen und uns entsprechend vorbereitet (Sonnencreme, Hut, und viel WASSER), aber man glaubt es erst, wenn man mittendrin ist. Das Death Valley ist wie eine Reise auf den Mond, wobei man vorher noch am Mars vorbeifliegt. Es ist unbeschreiblich, sureal wie ein Dalí-Gemälde, felsig, sandig, trocken, karg, primär Brauntöne, rot, leuchtend gelb, seltener grün (in der einzigen Oase), still, lebendig, gefährlich und unglaublich heiss. ABENTEUER!

Wir sind am Abend im Death Valley angekommen - bei immer noch 30 Grad Celsius. 1913 hat man die hier bisher höchste Temperatur gemessen: 134°F. Das waren gut über 50°Celsius. Wir hatten nicht die Hoffnung, mitzuerleben, wie dieser Rekord übertroffen wurde und waren gespannt auf den nächsten Tag. Unsere Strategie: früh aus den Federn, um nicht sprichwörtlich zu verbrennen. Und es war ein Leichtes die empfohlenen 3.5 Liter Wasser am Tag zu trinken! Das Death Valley ist so trocken und heiss - die Sonne brennt von oben, die Felsen und der Boden absorbieren die Hitze und strahlen sie zurück. Wenn dann noch der heisse Wüstenwind dazu kommt, stehen einem die Haare zu Berge und man seht sich nach Eiswürfeln. Wie im Backofen. Wir haben auch nicht umsomst in der einzigen Oase in der Wüste, in Furnace Creek, übernachtet. Furnace = Backofen; das muss man wörtlich nehmen. Wir waren bei 45°Celsius froh, das Restaurant gekühlt vorzufinden.

Das Death Valley ist der größste Nationalpark der USA, erstreckt sich über 3.3 Millionen Acres, begrenzt im Westen vom Telescope Peak mit 11.000 Feet und im Osten mit 'Dantes' View' von 5.475 Feet. Die Anthropologen gehen von ersten Menschen im Death Valley vor ca. 10.000 Jahren aus. Man hat Jagd-Werkzeuge gefunden, die auf Jagd auf GROSSE Tiere schliessen lassen. 1849 kamen einige wagemutige 'Gold Rush Pioniere' (sogenannte 49'ers) ins Death Valley, weil sie hier eine Abkürzung nach Kalifornien vermuteten. If they only had known better! Nachdem einige knapp überlebten, hatte das Tal seinen Namen. Death Valley - Tal des Todes.

Trotz des Namens gibt es hier Leben. Klapperschlangen, Füchse, Touristen. Klapperschlangen vermeiden, heisst: nicht in Erdlöcher greifen und nicht unvorsichtig hinter einen Busch oder Fels / Stein treten. Es könnte eine Schlange im Schatten liegen. Ich habe fast nur auf den Boden geschaut, als wir uns die Dinge näher angeschaut haben. *grins*

Alles ist so weitläufig im Death Valley. Praktisch nur ein paar Strassen -- vor und hinter einem nur die flirrende Hitze. Man fühlt die Stille und Einsamkeit der Wüste. Es gibt keinen Bus, man ist auf das eigene Auto angewiesen - hoffentlich ohne Panne.

Wir haben die Wüste bei Sonnenaufgang gesehen, farbig-schillernde Felsformationen (Mineralien sorgen für blau, rot, violett, gelb und grün), natürliche Brücken, beeindruckende Canyons, elegante Sanddünen. Am stärksten hat mich ein vor 2000-4000 getrockneter Salzsee namens 'Badwater' beindruckt. An manchen Stellen hat und hatte es noch Pfützen mit Mini-Fischen drin, die den starken Salzgehalt vertragen. Wie der Salzsee seinen Namen bekommen hat? Die Geschichte geht so: Als die verwegenen 49'ers ins Death Valley kamen, veranlasste ein Siedler seinen Muli das Wasser zu trinken, um dessen Qualität zu testen. Der Muli weigerte sich. Der Siedler dann auch. Es war 'bad water'. Die Siedler zogen weiter. Der Name blieb. Das Wasser ist nicht giftig, es ist einfach ungeniessbar. Es ist vier mal salziger als das Meer. Und übrigens, 'Badwater liegt ca. 90 Meter UNTER Meeresspiegel. Ich kann UNTER Wasser gehen!

Montag, September 25, 2006

16. September 2006: Touring California: I. Yosemite Park

Wenn einer eine Reise macht, kann er was erzählen... Jetzt wieder nach 10 Tagen Pause, in
denen wir unterwegs waren. Touring beautiful California - -- auf, über und sogar unter dem Meeresspiegel, durch heissen Wüstenwind und morgendlich-eisigem Raureif. Aber immer schön der Reihe nach.

Unsere Tour: I. Yosemite, II. Death Valley, III. Las Vegas, IV. Bryce & Zion Canyon, V. Los Angeles, VI. Route #1 und Küste nordwärts nach San Francisco.

I. Yosemite Nationalpark
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Ich hatte es mir wie die Schweiz - DURCH'S VERGRÖSSERUNGSGLAS - vorgestellt. But, I tell ya' - it's much more impressive. Fährt man in den Park, sieht man erstmal nur BÄUME. Nach 15, 45, 60 Minuten - immer noch Bäume. (Von Zürich aus wär' man da schon fast in St. Gallen.) Irgendwann lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei auf den 'Half Dome' und 'El Capitan' - den Kletterern unter Euch natürlich ein Begriff. 'El Capitan' ist die höchste Kletterwand (Granit-Monolith) weltweit. Er ist 3.593 Feet (ca. 1100 Meter) hoch. Enthusiasten kommen extra deswegen zum Yosemite Valley, campen erst und klettern dann. Mir wird ja schon schlecht, wenn ich die sich bewegenden aufwärtsstrebenden Pünktchen durch den Feldstecher beobachte. Der schnellste, übrigens eine Frau, brauchte bis zum Gipfel 2.45 Stunden (ohne Seil), der langsamste 43 Tage. Die übernachten dann im Felsen -- mit (aus meiner laienhaften Sicht natürlich) abenteuerlichen Schlafkonstruktionen. Falls ihr mal Mangel an Urlaubsideen habt - here you go.

Gegründet wurde der Park 1890 mit 800 Meilen Wanderwege, 240 Vogel- und 1400 Blumenarten.
Wer Yosemite erkunden will, muss sich an Höhe gewöhnen. Es beginnt bei 2000 Feet (ca. 600 Meter) und geht bis 13.000 Feet (ca. 4000 Meter). Dass der Park beliebt ist, zeigt, das manche Unterkünfte (z.B. die Yosemite High Sierra Camps) mittels einer Lotterie zugewiesen werden. Bewerbungsstart ist Mitte Dezember, ausgelost wird bis März und danach kommt man nur noch an ein Bettchen, Stühlchen und Tischchen, wenn sich kurzfristig jemand ein Bein oder so bricht und absagen muss.

Die meisten der 3.5 Millionen Besucher (...o.k. die Wiesn hat zur Halbzeit 3.3 Millionen Besucher mit 3.2 Millionen Maß Bierkonsum...) kommen ins Yosemite VALLEY, das allerdings nur 1/10tel des Parks ausmacht. 95 Prozent sind offiziell 'Wildnis'. Good to know. Auch, dass es Berglöwen und Bären gibt. Die sind im Normalfall nicht an Menschen interessiert (was für ein Glück), ganz im Gegenteil zu den neugierigen Eichhörnchen, die unsere stetigen Begleiter waren.

FRAGE: Wie schafft man es, tagelang Muskelkater in den Waden und anderen nicht zu nennenden Körperstellen zu haben? ANTWORT: Es reicht der Panoramic Hike. Nach 6 Stunden und 1000 Höhenmeter ist man soweit - unschlüssig, ob die eigene körperliche Fitness so ist, wie man immer dachte und gleichzeitig belohnt mit unvergesslichen Eindrücken und Ausblicken.


Begonnen hat unsere Tour auf dem Glacier Point, von dem man tief ins Tal (3214 Feet) und weit in die Ferne schaut. Fast breiten sich die eigenen Arme aus und man glaubt daran, ein Adler zu sein...:-). Doch bevor man sich die Tiefe stürzt, öffnet sich die Augen und blicken auf mehrere Millionen Jahre geologische Aktivität und Formen: steil abfallende Felswände und regenbogen-durchleuchtete Wasserfälle. GREAT - wie die Amerikaner sagen.

Ich kann meinen Enthusiasmus kaum verbergen, es war einfach so ein schöner Einstieg...aber es kommt noch besser, wenn auch ganz anders - im Death Valley, unserem nächsten Ziel.

See you im nächsten Eintrag :-).

Freitag, September 15, 2006

15. September: Toast auf unsere Kalifornien-Friends: Sandra & Jochen

...die unsere Landung am Flughafen in San Francisco wohlwollend und mit mit Welcome Balon ausgestattet beobachtet haben.
...die die besten Tourguides waren.
...die schwerste Wanderungen auf sich genommen haben.
...die in der Küche gewirbelt, gewürzt, gekocht und abgeschmeckt haben.
Mit denen wir so viel Spass hatten!




Dank Euch beiden ganz herzlich!







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15. September: 'Die Luft der Freiheit weht": Stanford University

Palo Alto, Stanford University, 25 Grad

Die letzten Tage waren heiss -- 32, 34 Grad. Da konnte ich nur gemütlich Schlendern, Lesen, eine ehemalige IBM Kollegin in Palo Alto zum Kaffee treffen. Jetzt ist es etwas abgekühlt, die Kalifornier sprechen von Herbst (obwohl es mich immer noch an Sommer in Deutschland erinnert), und ich konnte Stanford University ausgiebiger erkunden.

Die Uni insgesamt ist ein Kleinod. Gegründet 1891 von den Stanfords - einer zu Geld gekommenen Familie (Farm, Eisenbahn). Das Museum spricht von den Stanfords als die 'Royal Family', wenn es das hier geben würde. Zur Uni führt der sogenannte Palm Drive, eine mit Palmen gesäumte Strasse, die direkt zum Hauptgebäude führt, das an eine mexikanische vornehme Hazienda erinnert. Damir arbeitet im mathematischen Institut, das auch im Hauptgebäude untergebracht ist.

Der Anlass zur Gründung der Uni und dem Bau des Museum ist allerdings ein trauriger. Der einzige Sohn der Stanfords starb mit 15 an Typhus auf einer Reise durch Europa. Und da haben die Stanfords - eher unkonventionell - zu dieser Zeit, die Mehrheit ihres Vermögens gestiftet, um diese Uni zu gründen. Die Kinder Kalifornien's seien jetzt ihre Kinder - so die Stanfords. Diese Tradition - die enge Verquickung von reichen Mäzenen, Wirtschaft und Wissenschaft - gibt's wohl so nur in Amerika. Das setzt sich auf dem Campus fort. Man schaut auf das Hewlett-Packard Lab, das Bill Gates-Institut etc.. Much money into science. So lässt sich das Motto der Uni 'Die Luft der Freiheit weht" gut in die Tat umsetzen. Damir's Kollege vergleicht es so: Was die Kichen für Europa sind, sind die Universitäten für Amerika.

Ab morgen sind wir für 14 Tage in Kalifornien unterwegs - unterbrochen von einigen Talks, die Damir an verschiedenen Orten halten wird. Unser Route führt uns zum Yosemite Park, Death Valley, Las Vegas, Bryce Canyon, Los Angeles and back to Palo Alto. Die Reiseführer versprechen tolle Naturspektakel. Ich werde berichten...

Montag, September 11, 2006

8./ 9. September 2006 Wanderslust (Redwood Park, CA)

25 Grad, Redwood, CA State Park

Let me introduce you to: The Redwood Tree! (die neben Damir...)
Der größte Baum der Erde. Majestisch, langlebig und unglaublich GROSS. Man sieht kaum den Himmel, wenn man nach oben schaut. Sozusagen die Skycrapers der Wälder. Sie werden bis zu 2000 Jahre alt (waren also schon vor Kolumbus da!), haben relativ flache Wurzeln, die sich mit anderen Redwood Trees zusammen tun. Es gibt sie nur in Oregon und California. Und wir durften durch sie hindurch wandern - mit Sandra und Jochen am Samstag im Redwood State Park. Das war schön!

Noch eine Sache ist mir hier aufgefallen. Das Wetter. Es heißt immer 'sunny california', aber morgens herrscht Nebel und es ist kühl, erst im Laufe des Tages reisst der Himmel auf und die Sonne brennt. Wenn man an der Küste ist, kann es den ganzen Tag bewölkt sein, so wie am Sonntag, wo wir mit Jochen in Monterey und Carmel waren. Das ist ein wunderschöner Küstenabschnitt mit vielen tollen Buchten, Zypressen, Golfplätzen, Häuser und entsprechend grossen Budget dahinter...

In Monterey haben wir das Aquarium besucht. Es ist aussergewöhnlich; Wissenschaftler stellen sogar in kurzen Vorträgen ihre Forschungsergebnisse vor. Es gibt ein Projekt, das das Verhalten von Weissen Haien untersucht. Zum Beispiel hat man herausgefunden, dass sich Haie nicht nur entlang der Küste aufhalten (wie bisher angenommen), sondern von Kalifornien bis Hawaii und wieder zurück schwimmen. (Wir werden lieber das Flugzeug nehmen..) Ein kleiner weisser Hai ist momentan im Aquarium zu sehen. Er schwimmt in einem Bassin mit Thunfischen und Schildkröten.

Sieht toll aus, was man auch von den Quallen behaupten muss. So glibberig sie sind, wenn man sie anfasst, so schön sehen sie doch aus! Sie schweben in einer Anmut durchs Wasser, das es einem unter die Haut geht. Nur darf man nicht vergessen, dass ihre Tentakel durchaus giftig sind. Im Meer möchte ich keiner von denen begegnen.

Der 17 Mile Scienic Drive der Monterey Bay bis Pebble Beach (wohlgemerkt DRIVE --wer will schon laufen...) ist mega-schön und bringt einen zu unglaublichen Buchten mit Albatrossen, die übers Meer schweben, Möwen ...und anderen Touristen. Manche von denen füttern die Vögel von der Parkbank aus, obwohl gleich daneben ein Schild steht mit 'Don't feed the animals'. Hm....?


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Donnerstag, September 07, 2006

7. September 2006: Angekommen und mittendrin! (Paolo Alto, CA)

Paolo Alto, 26 Grad.

Nach einem endlos langem Flug via London sind wir am Samstag, 2. September, wohlbehalten in San Francisco angekommen. Und das beste: Sandra und Jochen haben uns vom Flughafen abgeholt - mit Welcome Balloon and BIG smile. :) Da fuehlten wir uns gleich wie zu Hause. Am ersten Abend galt es noch durchhalten, damit wir die Zeitumstellung gleich gut meistern.

Jetzt sind wir richtig in sunny California angekommen. Wir wohnen im Hotel California in der California Street, neben dem Hotel gibt es einen Hundefriseursalon und einen Starbucks, die Restaurants servieren alle Getraenke mit seeeeeeeeehr viel Eis, die Portionen sind nur unwesentlich groesser.... Alles ist gut.

Am Sonntag haben uns Sandra und Jochen unter ihre Fittiche genommen und uns die wunderschoene Gegend gezeigt, wir haben lustige Massagesessel ausprobiert, waren Kaffee trinken, sind Cabrio gefahren und haben abends gegrillt. So schoen!



Montag war Labor Day -- einer der wenigen amerikanischen Nationalfeiertage. Das hiess fuer Damir -- no work und fuer uns alle Ausflug nach San Francisco. Was fuer eine Stadt! Am Vormittag empfaengt sie ihre Besucher mit Nebel und kuehlen Temperaturen (fast wie Muenchen), dann reisst der Himmel auf, die Sonne laechelt und strahlt auf ihre Golden Gate Bridge. Wir HABEN FOTOS! (wahrscheinlich wie 10 Millionen andere...) von allen Seiten der Bruecke und wir sind im offenen Cabriolet ueber die Bruecke gefahren, sind die steilsten Strassen, die ich je gesehen habe (27% Gefaelle) rauf und runter gefahren --- ganz unbemerkt von moeglichen Cops (Michael Douglas in Streets of San Francisco) :-)



Gestern war Damir produktiv an der Uni und die Ladies, Sandra und ich, noch mal alleine per Car in San Francisco unterwegs: Coit Tower (Ueberblick ueber die Stadt), Chinese Quarter, Financial District waren nur einige Stationen. Es macht so viel Spass und die Zeit vergeht wie im Flug!



Morgen wird Damir an der Uni of Berkley einen Vortrag halten und das Wochenende werden wir mit Sandra und Jochen verbringen.

Naechste Woche gibt's also mehr.

Allerbeste Gruesse, Susanne & Damir