Montag, September 25, 2006

16. September 2006: Touring California: I. Yosemite Park

Wenn einer eine Reise macht, kann er was erzählen... Jetzt wieder nach 10 Tagen Pause, in
denen wir unterwegs waren. Touring beautiful California - -- auf, über und sogar unter dem Meeresspiegel, durch heissen Wüstenwind und morgendlich-eisigem Raureif. Aber immer schön der Reihe nach.

Unsere Tour: I. Yosemite, II. Death Valley, III. Las Vegas, IV. Bryce & Zion Canyon, V. Los Angeles, VI. Route #1 und Küste nordwärts nach San Francisco.

I. Yosemite Nationalpark
(more pictures: http://de.global.sendpix.com/albums/06092523/ift7conhk8/ - für 30 Tage)

Ich hatte es mir wie die Schweiz - DURCH'S VERGRÖSSERUNGSGLAS - vorgestellt. But, I tell ya' - it's much more impressive. Fährt man in den Park, sieht man erstmal nur BÄUME. Nach 15, 45, 60 Minuten - immer noch Bäume. (Von Zürich aus wär' man da schon fast in St. Gallen.) Irgendwann lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei auf den 'Half Dome' und 'El Capitan' - den Kletterern unter Euch natürlich ein Begriff. 'El Capitan' ist die höchste Kletterwand (Granit-Monolith) weltweit. Er ist 3.593 Feet (ca. 1100 Meter) hoch. Enthusiasten kommen extra deswegen zum Yosemite Valley, campen erst und klettern dann. Mir wird ja schon schlecht, wenn ich die sich bewegenden aufwärtsstrebenden Pünktchen durch den Feldstecher beobachte. Der schnellste, übrigens eine Frau, brauchte bis zum Gipfel 2.45 Stunden (ohne Seil), der langsamste 43 Tage. Die übernachten dann im Felsen -- mit (aus meiner laienhaften Sicht natürlich) abenteuerlichen Schlafkonstruktionen. Falls ihr mal Mangel an Urlaubsideen habt - here you go.

Gegründet wurde der Park 1890 mit 800 Meilen Wanderwege, 240 Vogel- und 1400 Blumenarten.
Wer Yosemite erkunden will, muss sich an Höhe gewöhnen. Es beginnt bei 2000 Feet (ca. 600 Meter) und geht bis 13.000 Feet (ca. 4000 Meter). Dass der Park beliebt ist, zeigt, das manche Unterkünfte (z.B. die Yosemite High Sierra Camps) mittels einer Lotterie zugewiesen werden. Bewerbungsstart ist Mitte Dezember, ausgelost wird bis März und danach kommt man nur noch an ein Bettchen, Stühlchen und Tischchen, wenn sich kurzfristig jemand ein Bein oder so bricht und absagen muss.

Die meisten der 3.5 Millionen Besucher (...o.k. die Wiesn hat zur Halbzeit 3.3 Millionen Besucher mit 3.2 Millionen Maß Bierkonsum...) kommen ins Yosemite VALLEY, das allerdings nur 1/10tel des Parks ausmacht. 95 Prozent sind offiziell 'Wildnis'. Good to know. Auch, dass es Berglöwen und Bären gibt. Die sind im Normalfall nicht an Menschen interessiert (was für ein Glück), ganz im Gegenteil zu den neugierigen Eichhörnchen, die unsere stetigen Begleiter waren.

FRAGE: Wie schafft man es, tagelang Muskelkater in den Waden und anderen nicht zu nennenden Körperstellen zu haben? ANTWORT: Es reicht der Panoramic Hike. Nach 6 Stunden und 1000 Höhenmeter ist man soweit - unschlüssig, ob die eigene körperliche Fitness so ist, wie man immer dachte und gleichzeitig belohnt mit unvergesslichen Eindrücken und Ausblicken.


Begonnen hat unsere Tour auf dem Glacier Point, von dem man tief ins Tal (3214 Feet) und weit in die Ferne schaut. Fast breiten sich die eigenen Arme aus und man glaubt daran, ein Adler zu sein...:-). Doch bevor man sich die Tiefe stürzt, öffnet sich die Augen und blicken auf mehrere Millionen Jahre geologische Aktivität und Formen: steil abfallende Felswände und regenbogen-durchleuchtete Wasserfälle. GREAT - wie die Amerikaner sagen.

Ich kann meinen Enthusiasmus kaum verbergen, es war einfach so ein schöner Einstieg...aber es kommt noch besser, wenn auch ganz anders - im Death Valley, unserem nächsten Ziel.

See you im nächsten Eintrag :-).

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