Sail away
Das Motto der nächsten drei Tage hieß Segel setzen und hinaus in die See. Das alles erledigte für uns die Crew der 'Derwent Hunter'. Sie nahmen uns mit auf ihr 'Baby'. Dass sie dem 60 Jahre alte Segelboot mit ganzem Herzen verfallen waren, war kaum zu übersehen und überall spürbar. Für uns Gäste entstand dadurch eine wirklich angenehme Atmosphäre. Unsere Kurs: Whitsunday Islands. Das sind die 74 Inseln im mittleren Great Barrier Reef Abschnitt. Nur 17 davon sind bewohnt. Für uns alle waren sie das Paradies. Vor allem der Whiteheaven Beach auf der größsten Insel Whitsunday.
Acht Kilometer lang weißester Sand mit einem Quarzgehalt von 99.7 Prozent. Der quietscht beim Laufen! Alles Nationalpark, kein Hotel, kein Kiosk - nur Natur. Und direkt vor den Inseln leben kleinere Korallenriffe, die man einfach vom Strand aus ansteuert. Es war intimer und privater als im äusseren Riff.; Farben, Fische und Korallen ebenso prächtig. Der einzige Wehmutstropfen: Es war Stinger-Saison, zu deutsch Seewespe.
Das sind fiese Würfel-Quallen, die fast unsichtbar - weil bläulich - durch's Wasser schweben. Sie gehören zu den gefürchtetsten Quallen der tropischen Meere und gelten als das giftigste Meerestier der Welt. Das Gift ihrer Nesselzellen in den drei Meter langen Tentakeln reicht für 200 Menschen, jedes Jahr sterben mehr Menschen an dieser Qualle als an Hai-Angriffen. Um sich davor zu schüten, gibt es nur den Stinger-Suit (oder überhaupt nicht ins Wasser gehen). Eine praktische, aber unattraktive Erfindung. Einziger Trost - wir sahen alle gleich deppert aus; grins.
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