III. Las Vegas: ‚You are inside inside.’
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Nach so viel NATUR, war es Zeit für Las Vegas. Las Vegas liegt in Nevada – mitten im Nichts scheint es. Viele Meilen lang keine Stadt, kein Haus weit und breit; dann und wann militärisches Sperrgebiet, ein paar Gefängnisse. ‚Don’t take any hitchhikers’ warnen Verkehrszeichen. Und plötzlich tauchen Zeichen einer Stadt auf: Hochspannungsmasten, Stromquelle für den Show(enen) Schein. Welcome to Las Vegas! Paradies und Hölle aller Spieler, Mekka der Unterhaltungssüchtigen, Himmel der Shoppingverrückten. Nicht umsonst brausen 31 Millionen Menschen pro Jahr durch die 1 Millionen Stadt. It’s just a mad place. Stars werden hier gemacht und gehen hier in Pension. Wie zum Beispiel Elton John, der seine eigene Show hat. Er füllt die Theater und promotet sich und seine Devotionalien (Elton-John-Brillen, Elton-John-Shirts, Elton-John-Bademäntel) in den entsprechenden Shops. Und natürlich gibt es in Las Vegas nur das Beste: ‚best magician ever’, ‚best 10.30 pm show’, world’s most famous bla bla…’.
Man muss sich einlassen auf Las Vegas, sich fallen lassen und genießen, was Menschenhand und –hirn hier ersonnen, konstruiert und aufgebaut haben. Las Vegas ist Paris ist New York ist Venedig ist Monaco ist Rom – you name it. Wir haben in Marokko gewohnt, Hotel Aladdin, 45. Stockwerk. Wir waren Maharadscha und Maharani. Umsorgt und verwöhnt. Das fing schon beim Parken an. Hat man die richtige Einfahrt zum Valet-Parking gefunden, ist die Tür zum Verwöhn-Programm aufgestoßen. Kein lästiges Kofferschleppen, kein langwieriges Parkplatz-Suchen. Autoschlüssel abgeben und fertig. Den Rest erledigt das Hotel. Das Einstiegsprogramm in der Touristenfabrik Las Vegas. Ab jetzt gilt die gesamte Aufmerksamkeit dem Besucher – und seinem Geldbeutel. ‚Shop ‚til you drop’ lautet das Motto. Wir haben mit etwas leichtem begonnen: Lunch. Inside or outside fragte der Kellner zurück. Draußen oder drinnen?? Come on, are you kidding? Wir waren doch drinnen – IN der gekühlten Hotelburg, der die brennende Sonne DRAUßEN vergessen machte. Aber drinnen IST draußen. Zumindest meint man das – man bummelt ja über orientalische Basare unter blauem Himmel mit Wolken und aufgemalter Sonne und Sternen. Aber eben alles DRINNEN DRAUßEN. Und wenn man dann nicht unter den aufgestellten Sonnenschirmen VOR dem Restaurant INNERHALB des Hotels speisen möchte (unter ‚freiem Himmel’ sozusagen), is(s)t man eben DRINNEN, DRINNEN – inside inside. Alles klar?
Anyway, wir hatten viel Spaß in Las Vegas. People-Watching, Window-Shopping only (weil unser Gepäck strenge Gewichtsvorgaben der Airlines einhalten muss) und Entertainment pur. Genug für die nächste Zeit, so dass wir am nächsten Tag zurück wollten. Back to nature, back to the roots.Auf zum Bryce und Zion Canyon. Von der Natur gemacht. Vom Menschen erfreut.
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