Great Barrier Reef - Great Mutprobe
Die Wüste liegt hinter uns, vor uns das Great Barrier Reef - und damit die Mutprobe 'Schnorcheln im OFFENEN Meer'. Wir sind optimistisch, denn jährlich besuchen circa 1.8 Millionen Touristen das Riff, von denen bestimmt auch einige mit Schnorchel, Maske und Flossen unter- und wieder auftauchen. Hence, we give it a try.
Wir starten in Cairns, einem kleinen Städtchen, das für viele Ausgangspunkt für einen Besuch des äusseren Great Barrier Reef ist. 85 Prozent aller Reef-Touristen kommen nach Cairns und Airlie Beach weiter südlich (wo wir auch waren..:-)), um das Great Barrier Reef zu erleben.
Das Great Barrier Reef befindet sich nordöstlich vor Australien. Es wächst langsam und dehnt sich über eine Fläche von 347.800 km² aus. Es besteht aus einer Kette von mehr als 2.900 Einzelriffen, knapp 1.000 Inseln und Sandbänken. Wenn ihr das nächste Mal im Weltall seid, achtet darauf. Das Great Barrier Reef ist mit dem bloßen Auge aus dem All sichtbar. Great, indeed. Keine Überraschung also, dass die UNESCO das Great Barrier Reef 1981 zum Weltnaturerbe erklärt hat und so schützt.Für unsere Schnorchelgänge sind wir zunächst 1.5 Stunden mit Boot unterwegs: Richtung offenes Meer. Irgendwann ist das wirklich ein komisches Gefühl, denn die Sicht bleibt nach Norden, Süden, Osten und Westen im gleich: blauer Ozean. Und da soll man reinspringen?!
Für Sorgen bleibt auf dem Boot aber nur wenig Zeit. Denn es gilt den Instruktionen zu lauschen ('never stand on the reef!' ...'and don't call for help just for the fun of it' etc.), sich in einen schicken Neoprenanzug zu zwängeln und das passende Equipment auszusuchen. Und dann geht's schon los. Das Boot ankert in Distanz zum Reef, es werden Begrenzungsseile - wie im Schwimmbad - ausgeworfen und dann muss man einfach eintauchen in dieses riesige Freiluft-Aquarium. Es schimmert und leuchtet - wie Las Vegas unter Wasser.
Irgendwie unwirklich. Fische schwimmen in unverschämt leuchtenden Farben ohne Scheu direkt neben und vor uns (Was sind das wohl für ein komische Fische?), Korallen wiegen sich anmutig zur Meeresmelodie und der Rest der Welt ist ganz weit weg. Das Riff unter uns ist mit den Händen greifbar, was wir natürlich schön unterlassen, denn Korallenriffe sind sehr empfindliche Ökosysteme. Jede Berührung - gewollt oder ungewollt - verändert und schadet. Korallen sind sehr heikel - sie überleben nur bei Temperaturen zwischen 18 und 30 Grad Celsius. Steigt nun die Wassertemperatur, sterben die Algen, die auf den Korallen leben, ab. Das allerdings wäre fatal, denn die Koralle wird von diesen Algen mit Nährstoffen versorgt und sie bekommt ihre Farben durch sie. Erhöht sich die Wassertemperatur konstant, sterben die Korallen. Also halten wir's wir mit dem Motto: Schauen, bewundern und nichts beschädigen.
Unsere erfolgreich bestandene Mutprobe 'Schnorcheln' musste belohnt werden. Mit einem Hubschrauberflug! Es gibt ganz kleine Helikopter, die wie Spielzeuge aussehen, und eine tolle Sicht auf das Great Barrier Reef bieten. Im Wasser liegt ein Ponton, auf dem so eine kleine Flugmaschine steht und darauf wartet lautlos abzuheben. Was für ein Erlebnis und Abschluss eines aufregenden Tages!
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