Mittwoch, Dezember 13, 2006

9. Dezember 2006: Kangaroo Island

39 Grad, Aidelaide, Southern Australia

Kangaroos and Koalas really up close

Abschluß meiner Great Ocean Road Tour sollte Kangaroo Island werden. Zwei Tage auf der drittgrößsten Insel Australiens - etwa 145 Kilometer lang, 60 Kilometer breit, 16 Kilometer vom Festland entfernt, 4000 Einwohner und voll gepackt mit Wildlife.

Doch der Start ins Inselabenteuer wackelte mächtig nachdem ein Gewitter in der Nacht Teile der Insel zum Brennen brachte. Buschfeuer! Did not look too good. Nach hektischen und klärenden Telefonaten mit den Naturpark-Rangern entschied sich der Tour-Anbieter doch dafür, uns Reisende auf die Insel zu bringen. Für die nächsten Tage waren Wolken, kühlere Temperaturen und eventuell Regen angesagt. Was für ein Glück in dem Fall!

Denn die Insel ist ein Muß für alle Natur-Fans. Über die Hälfte der Insel hat seine üppige Ursprungsvegetation bewahrt. Wohin man den Kopf wendet - grün, grün, grün. Für mehr als ein Drittel der Inselfläche wurden Nationalparks und Schutzgebiete ausgewiesen. Die Insel strotzt vor heimischen Tieren: Wallabies, Känguruhs, Koalas, Zwergpinguine, das scheue Schnabeltier und neuseeländische Seebären.

Die 500 Seebären starke Seal Bay Kolonie - fette und brüllende Bullen, kontinuierlich schwangere Weibchen und säugenden Babies - bot einen tollen Anblick. Nur 10 Meter von den uns entfernt und zum Greifen nahe. Aber Anfassen ist streng verboten, denn Junge werden - einmal von Menschenhand berührt - nicht mehr als eigene anerkannt, aus der Seelöwen Herde verbannt und verhungern. Die Jungen sind realtiv aktiv in der Bucht, der Rest der Herde schläft hauptsächlich. Das ist nicht verwunderlich, denn Seebären sind circa 2 - 3 Tage im Meer auf der Suche nach Futter unterwegs und legen dabei bis zu 1000 Kilometer zurück. Da wäre ich auch reif für den Strand.

Die Remarkable Rocks sind eine andere spektakuläre Naturschönheit. Schon von Weitem kann man diese eigentümliche Felsformation sehen. Eine erstarrte Lavablase formte ein kuppelartiges Gebilde. Wind, Regen und Sonne modellierten die "eindrucksvollen Felsen", die auf der Welt wohl ihresgleichen suchen: makellos rundgeschliffene Felsblöcke und ausgewaschene Bögen charakterisieren dieses Naturschauspiel. Wichtig ist unbedingt die Sicherheitshinweise für die 'Kuppel' zu beachten. Sie liegt 75 Meter über dem Meer. Sie ist zwar nicht extrem steil, aber sehr glatt. Einmal abgerutscht, gehts nur noch abwärts ins tosende Meer.

Die Insel bietet neben Felsen, Tieren und Vegetation noch enorm große Sanddünen. Die sehen einfach fantastisch anzuschauen! Und die Aussies haben sich natürlich noch eine Fun-Aktivität dazu ausgedacht: Sanddune Surfing. Zuerst erklimmt man schwitzend eine Sanddüne mit seinem Sand-Surfboard, auf das setzt man sich und los geht's. Nach unten. Der Clou ist, unten anzukommen, ohne den gesamten Sand überall am eigenen Körper zu verteilen... And for the records: I did it! :-)

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